2017-01, Vienna, Don Giovanni
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2017-01, Vienna, Don Giovanni

Don Giovanni

 

Composer: Wolfgang Amadeus Mozart
Librettist: Lorenzo da Ponte
Venue and Dates: Vienna Staatsoper
23, 26, 29 January 2017 (last performance streamed online)
Conductor: Adam Fischer
Director: Jean-Louis Martinoty
Staging: Hans Schavernoch
Costumes: Yan Tax
Light: Fabrice Kebour
Performers:
Don Giovanni : Simon Keenlyside
Leporello : Erwin Schrott
Donna Anna : Irina Lungu
Donna Elvira : Dorothea Röschmann
Don Ottavio : Benjamin Bruns
Commendatore : Sorin Coliban
Zerlina : Ileana Tonca
Masetto :  Manuel Walser

Some photos published by the Staatsoper Wien

Photo Gallery

Sound bites

der-neuer-merker.eu, Renate Wagner, 23.01.17

(translation to follow)

“….Wenn man sich Don Giovanni als stattlichen, sinnlichen, womöglich noch fröhlichen Gauner-Verführer vorstellt (auch solche gibt es, man denke nur an Abdrazakov oder Alvarez), ist der Brite Simon Keenlyside natürlich der Anti-Typ. Er wird uns von fast jeder seiner Opernfiguren die neurotische Version liefern – was natürlich sehr spannend ist. Don Giovanni als Mann, der keinerlei Spaß an seinem erotischen Tun zu finden scheint, der es wie ein Getriebener, aber fast lustlos absolviert – zweifellos ein ganz moderner Typ. Und gar nicht sympathisch. Muss er das sein? Sicher nicht.

Es ist wunderbar, wie Mozarts Parlando zu Keenlysides rauer Stimme passt, hier ist er richtig, stößt nie an seine Grenzen (höchstens einmal an ein nicht bewältigtes Piano). Er scheint jede Silbe des Textes und der Musik zu interpretieren, ihm fällt immer noch eine kleine verächtliche Geste, ein zynischer Gesichtsausdruck ein, um sein Rollenverständnis zu runden. Die Champagner-Arie, mit nacktem Oberkörper und mit allem erforderlichen Presto gesungen, wird zur Kriegserklärung an die Welt. Kurz, es ist einfach immer ungemein spannend, diesem Sänger zuzusehen….”

der-neuer-merker.eu, Karl Masek, 23.01.17

(translation to follow)

“….Simon Keenlyside war zuletzt vor 11 Jahren  der skrupellose Frauenverführer am Ring. Elegant die Stimmführung, betörend mit seinem   Kavaliersbariton  (besonders fein gestaltet die Canzonetta „Deh Vieni alla finestra“, apart begleitet von der Mandoline auf der Bühne), stellte er einen Anarchisten, einen erotisch Getriebenen, glaubwürdig dar. Alle Reserven mobilisierte er in der Finalszene…..”

irr, Wiener Zeitung, 24.1.2017

” … Nominell ist Simon Keenlyside in der Rolle tätig: ein entschlossener Lüstling, der die Damenwelt mit seiner cremigen Klangfülle unterwirft. …”

Wilhelm Sinkovicz,Die Presse, 25.1.2017

” … Der wiedergenesene Simon Keenlyside und der allzeit alerte Erwin Schrott nutzen Jean-Louis Martinotys zu Unrecht viel verlästerte, sehr hintergründige Inszenierung in den ästhetischen Bühnenbildern Hans Schavernochs zu echter Komödiantik. … Keenlysides Herrenmensch phrasiert und modelliert die Melodien elegant und geschmeidig. … Das sichert dem Abend die nötige Lebendigkeit und Leichtigkeit, wovon sich introvertierte Momente wie Keenlysides Ständchen, die Ottavio-Arien des fabelhaften Benjamin Bruns, auch die metaphysischen Schauer der Höllenfahrt, deren Klangwogen der Komtur Sorin Colibans mühelos durchdringt, entsprechend drastisch abheben. Die Sache stimmt (bei kleinen Unschärfen) im Ganzen.”

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